Fire OS 6: Neues Fire TV mit 4K Ultra HD basiert auf Android Nougat

Fire OS 6: Neues Fire TV mit 4K Ultra HD basiert auf Android Nougat

Das kürzlich vorgestellte neue Fire TV mit 4K Ultra HD, das aktuell vorbestellbar ist und ab dem 25. Oktober 2017 ausgeliefert wird, bringt nicht nur neue Hardware mit, auch im Bereich der Software gibt es große Änderungen. Der neue Streaming Adapter läuft mit dem neuen Fire OS 6 und basiert dementsprechend auf dem modernen Android 7.1.2 Nougat. Das bedeutet, dass es neben der 4K- und HDR-Wiedergabe auch einige neue Softwarefunktionen geben wird, darunter Picture in Picture, Timeshift bei Live-Videos und Aufnahmen.

Fire OS 6 sorgt für neue Funktionen

Etwas mehr als zwei Jahre ist es nun her, dass Amazon Fire OS 5 auf die Geräte der Fire TV-Reihe gebracht hat. Zunächst kam die neue Fire OS-Version auf Basis von Android 5 Lollipop mit dem neuen Fire TV der 2. Generation ins Wohnzimmer, später profitierten dann auch das ältere Fire TV und der Fire TV Stick von dem Update und den neuen Funktionen. Mit dem neuen Fire TV mit 4K Ultra HD geht es nun einen Schritt weiter. Der Streaming-Adapter wird nicht nur das Streaming in 4K HDR-Qualität und Dolby Atmos unterstützen, sondern auch mit dem neuen Fire OS 6 ausgestattet. Das neue Fire OS 6 basiert auf Android 7.1.2 bzw. Android Nougat und soll laut der Hinweisseite für Entwickler alle neuen Funktionen des bekannten mobilen Betriebssystems unterstützen. Auf drei neue Funktionen geht Amazon dabei besonders ein:

  • Picture in Picture (PiP): Fire OS 6 wird einen Picture in Picture- oder Bild im Bild-Modus unterstützen. Ein Video kann dementsprechend verkleinert in einer Ecke des Bildschirms weiterlaufen, während man innerhalb einer App navigiert.
  • Aufnahmen: Das neue Fire OS wird es erlauben, Inhalte innerhalb einer App aufzunehmen bzw. aufzuzeichnen
  • Time Shift: Fire OS 6 stellt App-Entwicklern eine Möglichkeit bereit, mit der Nutzer Live-Videos pausieren, fortsetzen und vor- bzw. zurückspulen können

Zu beachten ist, dass Fire OS 6 den Entwicklern von Apps lediglich die entsprechenden Werkzeuge an die Hand gibt, die dann in eine App eingebaut werden können. Das wird mit Sicherheit nicht immer der Fall sein. Es ist zum Beispiel sehr unwahrscheinlich, dass Netflix es uns erlauben wird, den Film oder die Serie beim Streamen aufzunehmen. Picture in Picture wäre hingegen eine tolle Funktion, könnte man doch den letzten Rest einer Serie noch in einem kleinen Bild zu Ende gucken, während man in der App bereits nach dem nächsten Film sucht. Ob Amazon selbst die neuen APIs nutzt und Funktionen wie Picture in Picture der eigenen Oberfläche spendiert, bleibt ebenfalls noch offen.

Vorerst nicht für alte Geräte

Einen Wermutstropfen gibt es für alle Nutzer, die sich das Fire TV 3 noch nicht vorbestellt haben und vorerst bei einem älteren Fire TV oder einem Fire TV Stick bleiben möchten. Stand jetzt soll Fire OS 6 nämlich vorerst nicht auf die älteren Geräte kommen.

At this time, the previous Fire TV devices will not uplevel to Fire OS 6.

Bei Fire OS 5 vor zwei Jahren sah das noch deutlich anders aus. Damals hat Amazon von Anfang an kommuniziert, dass auch die älteren Geräte die neue Version des Betriebssystems bekommen werden.

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Fire OS kommt als Smart TV-System auf TV-Geräte

Fire OS kommt als Smart TV-System auf TV-Geräte

Fire OS hat sich auf dem Fire TV und dem Fire TV Stick als gutes und vor allem performantes System bewährt, mit dem man bequemen Zugang zu den verschiedenen Inhalten bekommt. Jetzt geht Amazon einen Schritt weiter, denn Fire OS erobert nun TV-Geräte und dient dort ohne Umwege über einen Streaming-Adapter als Smart TV-System. Zu diesem Zweck lizenziert man offenbar Fire OS und bietet es den Geräteherstellern als Smart TV-Lösung an. Der chinesische Hersteller Tongfang, der TV-Geräte unter den Markennamen Seiki, Westinghouse und Element Electronics produziert, hat die ersten Fernseher mit Fire OS auf der CES in Las Vegas präsentiert.

Sprachfernbedienung ist fester Bestandteil

Bei den TV-Geräten, die der chinesische Hersteller auf der CES 2017 in Las Vegas gezeigt hat, handelt es sich ausschließlich um Modelle mit einem 4K Ultra HD-Display, die mit Bildschirmdiagonalen von 43 Zoll, 50 Zoll, 55 Zoll und 65 Zoll erscheinen sollen. Die Fernseher sind für die nötige Performance mit einen Mehrkernprozessor sowie 3 GB Arbeitsspeicher ausgestattet und bringen 16 GB Speicherplatz für Apps mit, denn selbstverständlich lässt sich Fire OS auf dem Fernseher ebenfalls mit zahlreichen Apps erweitern und anpassen. Ein LAN-Anschluss, WLAN und Bluetooth sind natürlich mit an Bord, kennt man ja von aktuellen Smart TVs auch nicht mehr anders. Ausgeliefert werden die LED-Fernseher der drei Marken alle mit einer Sprachfernbedienung, die genau wie die Fire TV-Fernbedienung ein integriertes Mikrofon besitzen. Damit kann man die Sprachsuche bemühen und die Sprachassistentin Alexa nutzen.

Einige Anpassungen für den Einsatz auf TV-Geräten

Die Funktionen eines Fernsehers entscheiden sich natürlich deutlich von denen eines reinen Streaming-Adapters. Dementsprechend wurden von Amazon einige Anpassungen vorgenommen, um dem Funktionsumfang von TV-Geräten gerecht zu werden. Mit Fire OS kann man auf den gezeigten Geräten die einzelnen Signaleingänge auswählen und es gibt auch einen elektronischen Programmführer (EPG), mit dem man sehen kann, was im TV läuft. Die Signaleingänge und die TV-Sender lassen sich natürlich ganz bequem mit Alexa per Sprachbefehl wechseln.

Fire OS kommt als Smart TV-System auf TV-Geräte

US only. Erstmal.

Die auf der CES 2017 vorgestellten TV-Geräte mit Fire OS sind zunächst nur für den US-Markt bestimmt. Da werden Erinnerungen wach, schließlich warten wir hier in Deutschland immer noch auf den neuen Fire TV Stick 2 und Alexa. Ob es irgendwann auch in Deutschland Fernseher mit Fire OS als Smart TV-System geben wird? Nicht ausgeschlossen, dann aber vermutlich bei einem kleineren Hersteller. Die großen Player wie Samsung oder LG versorgen ihre Geräte mit eigenen Lösungen und machen das – zumindest bei den neueren Geräten – auch mittlerweile ganz gut.

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Beim Fire TV und Fire TV Stick HDMI-CEC ausschalten


Beim Fire TV und Fire TV Stick HDMI-CEC ausschalten

Die HDMI-Spezifikation Consumer Electronics Control, kurz HDMI-CEC genannt, ist eine praktische Sache. Die Technik sorgt dafür, dass man das Fire TV oder den Fire TV Stick einfach mit der Fernbedienung des Fernsehers steuern kann und bringt noch ein paar andere Vorteile mit. Zum Beispiel schalten viele TV-Geräte dank HDMI-CEC automatisch auf die richtige Quelle um, sobald man eine Taste auf der Fire TV-Fernbedienung drückt. Einige Nutzer haben aber herstellerübergreifend immer wieder mit Problemen zu kämpfen oder wollen einfach keine automatische Umschaltung. Deshalb kann es sinnvoll sein, HDMI-CEC zu deaktivieren. Beim neuen Fire TV mit 4K Ultra HD und der neuen Benutzeroberfläche kann man besonders einfach HDMI-CEC ausschalten.

HDMI-CEC lässt sich beim Fire TV ganz einfach ausschalten

Wer ein Fire TV der 2. Generation besitzt, kann seit dem Update auf die Version 5.2.4.0, mit dem die neue Benutzeroberfläche auf das Fire TV kam, HDMI-CEC direkt in den Einstellungen ausschalten. Dazu navigiert man innerhalb des Hauptmenüs am oberen Bildschirmrand zu den „Einstellungen“ und wählt dort „Töne und Bildschirm“ aus.

Beim Fire TV und Fire TV Stick HDMI-CEC ausschalten

Ganz unten findet man dann die Option „HDMI CEC-Gerätekontrolle“, die man mit der Auswahltaste auf „AUS“ stellt. Schon ist beim Fire TV HDMI-CEC ausgeschaltet.

Beim Fire TV und Fire TV Stick HDMI-CEC ausschalten

 

Beim Fire TV Stick geht man den Weg über den Fernseher

//Update, 21.04.2017:
Nach dem Fire TV Stick endlich ein Update auf die Software Version 5.2.4.1 bekommen hat, funktioniert das Abschalten von HDMI-CEC genau wie bei Fire TV (siehe oben).

Der in Deutschland erhältliche „alte“ Fire TV Stick hat das Update mit der neuen Benutzeroberfläche leider noch nicht spendiert bekommen und hängt immer noch bei der Fire OS-Version 5.2.1.1 fest. Dort fehlt die Option, mit der man HDMI-CEC ausschalten kann. Wer Probleme mit der Verbindung zwischen TV-Gerät und Fire TV Stick hat, muss deshalb den Umweg über die Einstellungen des Fernsehers gehen und HDMI-CEC dort deaktivieren. Das betrifft dann allerdings in der Regel alle per HDMI angeschlossenen Geräte, falls sich das Feature nicht für einzelne HDMI-Eingänge ausschalten lässt. Die Optionen für HDMI-CEC sind bei den meisten TV-Geräten ziemlich prominent platziert, allerdings muss man unter Umständen nach einer anderen Bezeichnung Ausschau halten. Bei Samsung heißt die Funktion etwa „Anynet+“ und LG bezeichnet die Technik gerne als „Simplink“.

 

 

Update 5.2.4.0 mit der neuen Fire TV Oberfläche wird in Deutschland verteilt

Update 5.2.4.0 mit der neuen Fire TV Oberfläche wird in Deutschland verteilt

Nachdem das Update 5.2.4.0 mit der neuen Benutzeroberfläche schon seit rund zwei Wochen in den USA verteilt wird, kommen jetzt auch in Deutschland die Besitzer eines Fire TV 2 in den Genuss der neuen, frischen Optik. Die Aktualisierung wird derzeit großflächig verteilt.

Vorgestern war es endlich soweit, mein Fire TV der zweiten Generation hat das Fire OS Update 5.2.4.0 mit der neuen Oberfläche spendiert bekommen. In den sozialen Netzwerken und selbst hier in den Kommentaren kann man immer öfter lesen, dass das Update mittlerweile viele Geräte erreicht und somit auch in Deutschland flächendeckend verteilt wird. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit macht die neue Nutzeroberfläche auf mich einen wirklich guten Eindruck. Im Vergleich zur alten, etwas eingestaubten Variante wirkt die neue Oberfläche deutlich moderner und auch die Benutzerfreundlichkeit passt. Mit Sideloading-Apps wie Kodi oder Sky Go gibt es keine Probleme, die funktionieren weiterhin. Die Symbole auf der Startseite fügen sich nicht ganz so nahtlos in die Reihe der offiziellen Apps aus dem App-Shop ein, aber das kann man wohl verschmerzen. Abseits der neuen Optik habe ich schon ein paar Neuerungen entdeckt, die ich in den nächsten Tagen hier etwas genauer unter die Lupe nehmen werde.

Noch kein Update bekommen? Einfach mal unter Einstellungen > System > Info > Verfügbarkeit von Systemupdates prüfen versuchen, das Update manuell anzuschubsen. Die Geräte der ersten Generation, also das Fire TV und der Fire TV Stick, sollen das Update wohl später auch bekommen. Zumindest beim Fire TV Stick ist das aber wohl mit Vorsicht zu genießen, denn der kommt ja bei der alten Oberfläche schon ins Schwitzen.

 

Erste Bilder: Fire TV und Fire TV Stick bekommen eine neue Oberfläche

Erste Bilder: Fire TV und Fire TV Stick bekommen eine neue Oberfläche

Amazon spendiert dem Fire TV und dem Fire TV Stick eine neue Oberfläche, von der sich aufmerksame Leute bereits in dem kurzen Promo-Video des neuen Fire TV Stick ein Bild machen können. Das neue User Interface sieht nicht nur deutlich moderner und frischer aus, es soll auch das On Screen-Erlebnis verbessern und die Nutzung erleichtern. Die neue Oberfläche für das Fire TV der 2. Generation soll die Geräte noch in diesem Jahr per Softwareupdate erreichen. Das Fire TV der 1. Generation und der Fire TV Stick könnten folgen.

Neue Oberfläche für eine bequemere Nutzung

Ich mag mein Fire TV, aber wer mal das Vergnügen hatte, ein Apple TV 4 zu nutzen, der weiß, dass die Benutzeroberfläche von Amazons Streaming-Geräten doch ziemlich eingestaubt ist. Nicht nur optisch gibt es Verbesserungsbedarf, auch das Auffinden von Inhalten ist stellenweise ein wenig umständlich, wenn man mal von der Startseite absieht. Das scheint auch den Machern ausgefallen sein, denn wie Amazon im Kleingedruckten verlauten lässt, bekommen das Fire TV und der Fire TV Stick eine neue Oberfläche spendiert.

Erste Bilder: Fire TV und Fire TV Stick bekommen eine neue Oberfläche

Wenn das neue User Interface im Laufe des Jahres auf den Geräten eintrifft, soll es eine modernere Optik bieten und das Nutzererlebnis verbessern, indem sich Inhalte leichter aufspüren lassen, Empfehlungen prominenter platziert werden und Trailer ohne große Umwege angeschaut werden können. Das ständige Öffnen und Schließen verschiedener Apps für die unterschiedlichen Inhalte soll wegfallen. Eine anpassbare App-Übersicht auf der Startseite wird das neue User Interface abrunden.

Erste Bilder der neuen Benutzeroberfläche

Im Promo-Video, das Amazon in den USA auf der Produktseite des neuen Fire TV Sticks veröffentlicht hat, kann man bereits einen ersten Blick auf die neue Oberfläche werfen, auch wenn das alles noch ziemlich undeutlich ist. Was sofort auffällt: Das Design wirkt deutlich moderner, frischer und übersichtlicher.

Erste Bilder: Fire TV und Fire TV Stick bekommen eine neue Oberfläche
Ganz offensichtlich hat man sich bei der Gestaltung der neuen Benutzeroberfläche am Apple TV 4 und Android TV orientiert. Verfeinert um Elemente von Plex und Kodi, ergibt sich ein erstes Bild, das mir ganz hervorragend gefällt. Zusammen mit der Einführung der Sprachassistentin Alexa stehen uns hierzulande also wirklich schöne Neuerungen bevor.

Update bringt neuen App Launcher für Fire TV & Fire TV Stick

App Launcher Fire TV
Ein kleines OTA-Update versorgt das Fire TV und den Fire TV Stick aktuell mit einem neuen App Launcher, der über einen Doppelklick auf den Home-Button erreichbar ist. Der neue App Launcher setzt nun auf eine Rasteransicht und bietet im Vergleich zur alten, horizontalen Anordnung eine wesentlich bessere Übersicht über die installierten Apps.

Seit Fire OS 5.0.5.1 kann man ja beim Fire TV und dem Fire TV Stick mit einem Doppelklick auf die Home-Taste direkt auf die Apps-Sektion zugreifen, ohne mit Hilfe des Hauptmenüs zu den Apps navigieren zu müssen. Der neue App Launcher bietet nun eine deutlich übersichtlichere Rasteransicht, die sehr an FireStarter bzw. AppStarter erinnert ;). Im neuen App Launcher finden sich nicht nur die offiziellen Apps aus dem App-Shop von Amazon, sondern auch Sideloading-Apps wie Sky Go und Kodi. Die alte Ansicht ist weiterhin erreichbar, wenn man die Home-Taste gedrückt hält und anschließend im Menü für die Schnellzugriffe „Meine Apps“ auswählt.

App Launcher Fire TV alt vs. neu
App Launcher für Fire TV & TV Stick: alt vs. neu

Es handelt sich wirklich nur um ein kleines Update und nicht um eine Aktualisierung auf eine neue Firmware-Version. Im Normalfall bekommt man von der Installation also gar nichts mit. Schaut doch einfach mal mit einem Doppelklick auf den Home-Button nach, ob der neue App Launcher bei euch schon angekommen ist.

Amazon hat FireStarter offenbar gezielt ausgesperrt

FireStarter

Also doch! Amazon hat den beliebten alternativen Launcher FireStarter mit dem neuen Fire OS 5.0.5.1 offenbar ganz gezielt ausgesperrt und den Package-Namen der App auf eine Art Blacklist gesetzt. Ein User hat es nämlich geschafft, FireStarter durch eine relativ simple Umbenennung wieder zum Laufen zu kriegen – allerdings mit Einschränkungen. Soweit ich weiß, ist es das erste Mal, dass Amazon eine App gezielt blockt und somit die oft gelobten Freiheiten auf Fire TV & Fire TV Stick einschränkt. Ein Politikwechsel?

„FireStopper“ funktioniert auch unter Fire OS 5.0.5.1

Die Hinweise darauf, dass Amazon die beliebte Sideload App FireStarter gezielt vom Fire TV und dem Fire TV Stick ausgesperrt hat, sind mittlerweile deutlich. Ich konnte es mir vor einigen Tagen noch nicht vorstellen, mittlerweile scheint aber klar, dass die Nutzung von FireStarter in der neuen Fire OS-Version aktiv unterbunden wurde. Der User jkchr1s berichtet im XDA-Forum, dass er den alternativen Launcher mit einem einfachen Trick wieder nutzen kann. Er hat sich den Open Source-Code von FireStarter geschnappt und kompiliert, dabei hat er allerdings den Namen des Packages in „FireStopper“ geändert und siehe da, die geklonte App lässt sich mit einem anderen Namen problemlos unter Fire OS 5.0.5.1 installieren und verweigert auch nach einem Neustart nicht den Dienst. Ganz ohne Einschränkungen funktioniert das allerdings nicht, unter anderem ist die praktische Homebutton-Erkennung von FireStarter der hauseigenen Lösung von Amazon zum Opfer gefallen.

Amazon geht aktiv gegen eine Sideload App vor

Bisher waren die Freiheiten unter Fire OS ein großes Pro-Argument für das Fire TV und den Fire TV Stick, wenn man mal in Richtung der Konkurrenz von Apple und Co. geschaut hat. Problemlos konnte man in der Vergangenheit Apps am offiziellen App-Shop vorbei auf den Streaming-Geräten nutzen und den Funktionsumfang mit Kodi, Sky Go, FireStarter und vielen anderen Apps deutlich ausbauen. Vor allem Kodi spielt für viele Nutzer bei der Kaufentscheidung eine große Rolle, schließlich verwandelt das Mediencenter dank zahlreicher Plugins das Fire TV und den kleinen Fire TV Stick in eine mächtige Medienzentrale, die kaum Wünsche offen lässt. Wenn Amazon nun gezielt gegen Sideload Apps vorgeht, sind Kodi oder Sky Go dann vielleicht die nächsten Opfer? Dagegen spricht meiner Meinung nach die Tatsache, dass Amazon mit Fire OS 5.0.5.1 endlich Sideload Apps in die „Aktuell“-Sektion auf der Startseite gebracht hat. Viel mehr sieht es derzeit danach aus, dass erstmal nur FireStarter den Machern ein Dorn im Auge war. Warum? Nunja, das mag nur an den internen ADB-Verbindungen liegen, die einfach nur aus Sicherheitsgründen ins Visier von Amazon geraten sind. Ich halte es aber für wesentlich wahrscheinlicher, dass Amazon kein Interesse daran hat, dass man mit FireStarter oder ähnlichen Lösungen komplett an der Standardoberfläche von Fire TV und Fire TV Stick vorbeikommt, mit der Amazon seine Inhalte (und Werbeflächen) verkauft.

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Fire OS 5.0.5.1 bringt Sideload Apps auf die Startseite

Fire OS 5.0.5.1

Amazon beginnt laut aftvnews.com aktuell damit, ein Update auf Fire OS 5.0.5.1 auszurollen, das endlich eine langersehnte Neuerung im Gepäck hat. Fire OS 5.0.5.1 bringt Sideload Apps auf die Startseite und macht es möglich, Apps wie Kodi oder Sky Go genauso einfach zu erreichen, wie offizielle Fire TV Apps aus dem Amazon App-Shop. Außerdem gibt es zwei neue Wege, mit denen man besonders schnell zu den eigenen Apps wechseln kann.

Die Möglichkeit, praktisch alle verfügbaren Android-Apps per Sideloading auf dem Fire TV oder dem Fire TV Stick installieren zu können, gehört mit Sicherheit zu den größten Vorteilen von Amazons Streaming-Geräten. Wer sich umhört, bekommt schnell mit, dass Apps wie das Mediencenter Kodi oder auch Sky Go für viele Nutzer ein entscheidendes Kaufargument für das Fire TV und den kleinen Fire TV Stick sind. Bisher musste einen Umweg über die Einstellungen und die App-Verwaltung nehmen, wenn man Sideload Apps starten wollte. Zuletzt hatte Amazon zwar die Möglichkeit nachgeliefert, Sideload Apps über die „Apps“-Sektion zu öffnen, die Startseite bleib aber zunächst offiziellen Apps aus dem Amazon App-Shop vorbehalten. Mit Fire OS 5.0.5.1 gehört das endlich der Vergangenheit an und Sideload Apps erscheinen in der „Aktuell“-Auflistung auf der Startseite.

Die neue Fire OS-Version ergänzt außerdem zwei weitere Shortcuts, mit denen man die „Apps“-Sektion nun besonders schnell und bequem erreichen kann. Ein Doppelklick auf den Homebutton der Fernbedienung oder des Gamecontrollers öffnet ohne Umwege die App-Abteilung. Hält man den Homebutton gedrückt, erscheint im Schnellmenü nun neben „Ruhemodus“, „Display Duplizieren“ und „Einstellungen“ auch „Meine Apps“. Wer sich mit dem beliebten Launcher FireStarter eine App auf den Homebutton gelegt hat, könnte hier allerdings erstmal auf Probleme stoßen.

Fire OS 5.0.5.1 ist ein kleines, aber feines Update, bei dem sich Amazon offensichtlich auf Apps konzentriert hat und eine Aktualisierung, die dabei helfen kann, die kleinen Programme (wieder) in den Fokus zu rücken. Was nun noch fehlt, sind mehr gute Apps und dabei sollte sich Amazon definitiv auf Qualität statt Quantität konzentrieren.

Wie immer, kann es noch ein paar Tage dauern, bis das Update auf Fire OS 5.0.5.1 hierzulande auf dem Fire TV und dem Fire TV Stick landet. In der Zwischenzeit kann man versuchen, das Update manuell über Einstellungen > SystemInfo > Verfügbarkeit von Systemupdates prüfen zu forcieren.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr das Fire OS 5.0.5.1 und seid mit der Umsetzung zufrieden?

Amazon rollt neues Fire OS 5.0.3 für das Fire TV 2015 aus

Mit dem Fire OS 5.0.3 erreicht aktuell ein weiteres kleines Update das Fire TV der 2. Generation und bügelt einige Fehler aus, mit den manche Nutzer beim neuen Fire TV 2015 nach dem Start zu kämpfen hatten. Einen Changelog der Firmware 5.0.3_user_532011220 stellt Amazon nicht zur Verfügung, laut verschiedener Berichte kümmert sich das Update aber vor allem um die Probleme mit der Fernbedienung.

Fire OS 5.0.3

Nur zwei Wochen nachdem Amazon mit der Firmware 5.0.2.2 ein Großteil der Dolby Digital-Probleme gelöst hat, bügelt man mit Fire OS 5.0.3 nun weitere Fehler aus. Nutzer berichten, dass das Update die Verbindung mit der neuen, WLAN-basierten Fernbedienung und dem Gamecontroller verbessert. Nach dem Verkaufsstart des Fire TV 2015 gab es viele Berichte darüber, dass die Fernbedienung häufig die Verbindung zum Fire TV 4K verliert. Bei mir selbst kam das Gott sei Dank nur sehr selten vor. Spekuliert wird auch über weitere Bugfixes im Bereich Dobly Digital und Passthrough, hier soll es ja spätestens Ende November eine Software-Lösung geben, mit der auch ältere Dolby-Geräte wieder anstandslos funktionieren sollen.

Wie immer wird das Fire TV Update 5.0.3 Stück für Stück ausgerollt. Sobald das Firmware-Update zur Verfügung steht, aktualisiert sich euer Fire TV im Normalfall automatisch. Alternativ kann man unter Einstellungen > System > Info > Verfügbarkeit von Systemupdates prüfen die Aktualisierung von Hand anschubsen.

Fire TV und Fire TV Stick bekommen Fire OS 5

Amazon hat verlauten lassen, dass das Fire TV und der Fire TV Stick in Zukunft Fire OS 5 spendiert bekommen. Das angepasste OS basiert auf Android Lollipop 5.1, der derzeit aktuellsten Version des Betriebssystems. Passend dazu hat Amazon auch gleich eine Vorschauversion von Fire OS 5 für das Fire TV bereitgestellt.

Fire OS 5

Beim neuen Fire OS 5 wird es sich um ein durchaus erwähnenswertes Update handeln, denn das Fire OS 5 auf Basis von Android Lollipop 5.1 wird Android TV unterstützen, bringt das API-Level 22 mit und bietet zudem v17 Leanback-Funktionen. Das aktuelle Fire OS 3 basiert auf dem veralteten Android Jelly Bean 4.2.2 von Anfang 2013 und bietet lediglich das API-Level 17.

Android-Entwickler sollten durch das Fire OS 5 ihre Apps noch einfacher für das Fire TV und den Fire TV Stick verfügbar machen können, insbesondere wenn sie für Android TV entwickeln. Apps und Spiele, die neue API-Funktionen nutzen, werden zukünftig ebenfalls von dem Versionssprung auf das Fire OS 5 profitieren. Für uns Nutzer heißt das hoffentlich, dass wir nach dem Update mit noch mehr guten Apps und Spielen rechnen können und die Qualität in Amazons App-Shop auch in der Breite endlich angemessen steigt.

Für Entwickler stellt Amazon ab sofort eine Vorschauversion von Fire OS 5 auf dem Fire TV zur Verfügung. Wer einen Entwickler-Account bei Amazon besitzt, kann sich also einen ersten Eindruck verschaffen. Man weist aber explizit darauf hin, dass es sich bei der Developers Preview um ein reines Lollipop-Erlebnis handelt und neue Funktionen für den Endnutzer (noch) nicht implementiert sind. Durch die Vorschauversion haben Entwickler nun genug Zeit, ihre Apps zu prüfen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen, damit sie mit dem neuen Fire OS 5 ohne Probleme funktionieren.
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