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Fire TV Stick 4K Select: 7 Gründe, warum du ihn nicht kaufen solltest

Es klingt nach einem guten Angebot: Ein aktueller 4K-Stick von Amazon mit einem ganz neuen Betriebssystem zum absoluten Einsteigerpreis. Aber Vorsicht: Wer im Jahr 2026 zum Amazon Fire TV Stick 4K Select greift, spart oft am falschen Ende. Von der schlechteren Bildqualität bis hin zum fehlenden Sideloading: Wir haben die Fire TV Stick 4K Select Nachteile analysiert und zeigen dir, warum dieser Stick für viele Nutzer nicht optimal ist – und warum sich ein paar Euro mehr oft lohnen.


Vielleicht ziehst du den Kauf des neuen Sticks in Erwägung, weil der niedrige Preis verlockend ist, oder du suchst schlicht ein günstiges Zweitgerät mit 4K-Unterstützung. Doch bei diesem Modell handelt es sich nicht einfach um ein technisches Update der Vorgängerversionen. Amazon vollzieht beim Fire TV Stick 4K Select einen fundamentalen Plattformwechsel und bricht mit der Tradition des offenen Android-Unterbaus. Die neue Architektur beschneidet viele Freiheiten, die den Fire TV Stick über Jahre hinweg so beliebt gemacht haben, und führt technische Limits ein, die im Jahr 2026 eigentlich längst überwunden sein sollten.

Fire TV Stick 4K Select Nachteile: 7 Gründe, die gegen den Kauf sprechen

Während wir in unserem großen Fire TV Kaufberater alle Modelle detailliert vergleichen, widmen wir uns hier gezielt den Schattenseiten des neuen Fire TV Stick 4K Select, den Amazon im Oktober 2025 als neues Einsteigermodell für das hochauflösende 4K-Ultra-HD-Streaming vorgestellt hat. Hier sind 7 Gründe, warum du den Fire TV Stick 4K Select nicht kaufen solltest – und die besseren Alternativen.

1. Schlechtere Bildqualität: kein Dolby Vision

Amazon wirbt groß mit „4K“ und damit für das Streaming von hochauflösenden Filmen und Serien in Ultra-HD-Qualität, versteckt aber im Kleingedruckten, was fehlt. Der Select-Stick unterstützt kein Dolby Vision für ein besonders helles, kontraststarkes und farbintensives Bild – weil Amazon sich bei dem günstigen Stick offenbar die Lizenzgebühren für den proprietären Dolby-Vision-Standard sparen will. Der offene HDR10+-Standard steht zwar als Alternative bereit, ist aber bei weitem nicht so weit verbreitet, es gibt also weniger passende Inhalte, die du auf einem High-End-Fernseher in bester Qualität genießen kannst.

2. Kein integriertes Dolby-Decoding

Im Gegensatz zu allen anderen Fire TV 4K-Modellen unterstützt der Fire TV Stick 4K Select kein internes Dolby-Decoding, sondern lediglich Dolby Audio Passthrough.

In der Praxis bedeutet das: Du kannst zwar Dolby-Sound weiterhin über deine Soundbar oder deinen AV-Receiver ausgeben, doch jede Audio-Unterbrechung durch den Stick selbst – etwa eine Alexa-Anfrage – erzwingt eine Pause der aktuellen Wiedergabe. Bei Geräten mit integriertem Dolby-Decoding hingegen senkt Alexa einfach kurz die Lautstärke des Inhalts, antwortet und regelt sich danach automatisch wieder hoch, ohne das Video zu stoppen.

3. Großes Defizit: Mangelnde Zukunftssicherheit – nur 1 GB RAM

Amazon hat dem Fire TV Stick 4K Select zwar genau wie dem Fire TV Stick 4K einen Quad-Core-Prozessor und bis zu 1,7 GHz spendiert – stellt dem Chip aber nur den halben Arbeitsspeicher zur Seite. Ja, richtig gelesen, Amazon liefert im Jahr 2026 einen ganz neuen Fire TV Stick aus, der nur 1 GB Arbeitsspeicher mit an Bord hat.

Fire TV Stick 4K Select nur 1 GB Arbeitsspeicher (RAM) – Diagramm mit anderen Modellen im Vergleich
Der Fire TV Stick 4K Select hat als einziger 4K-Stick nur 1 GB RAM

Aktuell mag der Stick beim einfachen Streamen von Prime Video oder Netflix noch ordentlich laufen, aber wie sieht es nach dem nächsten Update aus? Schon jetzt berichten einige Nutzer von einer ruckelnden Benutzeroberfläche. Was, wenn Apps in den kommenden Jahren größer und leistungshungriger werden? Dann hat der Select-Stick weniger Reserven als der Fire TV Stick 4K Plus und Max, die beide 2 GB Arbeitsspeicher mitbringen.

4. Veralteter WLAN-Standard

In Zeiten von Glasfaser und Mesh-Netzwerken ist der Amazon Fire TV Stick 4K Select funktechnisch von gestern. Er nutzt immer noch den alten Wi-Fi-5-Standard. Die anderen Modelle (4K Plus und Max) setzen bereits auf Wi-Fi 6 bzw. Wi-Fi 6E. In der Praxis führt Wi-Fi 5 bei vielen gleichzeitig vernetzten Geräten schneller zu Überlastungen, da es die verfügbare Bandbreite weniger effizient aufteilt als moderne Standards. Während Wi-Fi 6 auch bei hoher Netzauslastung stabile Datenraten liefert, fehlt Wi-Fi 5 zudem der Zugriff auf das neue 6-GHz-Band von Wi-Fi 6E, das als exklusive Funkbahn störende Interferenzen durch Nachbarnetze eliminiert.

Klar, Wi-Fi 5 reicht oft für 4K-Streaming und führt nicht automatisch zu ständigen Rucklern, zumal du nur von neueren WLAN-Standards wie Wi-Fi 6 profitierst, wenn auch dein WLAN-Router sie unterstützt. Aber Zukunftssicherheit geht anders.

Zu allem Überfluss: Laut den offiziellen technischen Spezifikationen auf der Produktseite ist der Fire TV Stick 4K Select nicht kompatibel mit dem offiziellen Fire TV Ethernetadapter. Du kannst bei WLAN-Problemen und vielen störenden Nachbarnetzen also nicht auf ein LAN-Kabel zurückgreifen.

5. Nicht alle Apps verfügbar

Da Vega OS ein komplett neues System auf der Basis von Linux statt Android ist, müssen alle Apps neu programmiert oder zumindest angepasst werden. Während Prime Video und Netflix schon zum Start des neuen Sticks funktionierten, fehlten bei der Markteinführung Apps wie Magenta TV oder 1&1 TV – Abonnenten konnten ihre Dienste also nicht nutzen.

Inzwischen existieren alle wichtigen Apps auch für den Fire TV Stick 4K Select: HBO Max, RTL+, Apple TV, Paramount+, WOW, DAZN, YouTube und Twitch. Doch Vorsicht: Kleinere Nischen-Apps, lokale Mediatheken oder spezielle Smart-Home-Anwendungen fehlen oft noch komplett.

6. Stark eingeschränkte VPN-Auswahl

Du willst ein VPN auf dem Fire TV Stick installieren, um Geoblocking zu umgehen oder deine Privatsphäre zu schützen? Das ist beim Amazon Fire TV Stick 4K Select gar nicht so einfach. Zum Start des neuen Einsteigermodells gab es schlichtweg überhaupt keine VPN-App in Amazons Appstore.

Mittlerweile stehen mit NordVPN* und IPVanish* immerhin zwei VPN-Lösungen zur Installation auf dem Fire TV Stick 4K Select bereit. Bekannte Vertreter wie ProtonVPN, Cyberghost VPN, Express VPN und Surfshark, die für andere Fire TVs selbstverständlich verfügbar sind, fehlen jedoch weiterhin.

💡 NordVPN auf dem Fire TV Stick: Schnell und vielseitig

NordVPN* stellt mehr als 8900 Server an 178 Standorten bereit (Stand Januar 2026) und funktioniert auf allen möglichen Geräten – vom Smartphone über Desktop-PCs und Notebooks bis hin zum Amazon Fire TV.

✅ Mein Test Januar 2026: Netflix US streamt in 4K ruckelfrei.

NordVPN bietet verschiedene Pakete* – vom Monatspaket zum Ausprobieren bis hin zur Zwei-Jahres-Mitgliedschaft mit hohen Rabatten, mit der du den VPN-Dienst für nur wenige Euro pro Monat auf bis zu zehn Geräten gleichzeitig nutzen kannst.

7. Kein Sideloading: Das Aus für Kodi und Co.

Die Fire-TV-Familie ist vor allem für ihre Offenheit bekannt – doch genau diese scheint beim neuesten Modell zu bröckeln. Während du auf dem Fire TV Stick 4K oder 4K Max einfach Drittanbieter-Apps wie Kodi oder VAVOO bequem per Sideloading nachrüsten kannst, schiebt das neue Einsteigermodell dieser Freiheit einen Riegel vor: Der Fire TV Stick 4K Select unterstützt kein Sideloading – die manuelle Installation von Apps außerhalb des offiziellen Stores ist nicht mehr möglich.

Fire TV Stick 4K Select im Vega OS Käfig – Sideloading, Kodi und Downloader App gesperrt
Der Fire TV Stick 4K Select im Vega-OS-Käfig: kein Sideloading möglich

Kein großes Problem, wenn du den Stick „out of the box“ einfach nur für Prime Video, Netflix, Disney+ und YouTube nutzt. Für alle echten Heimkino-Liebhaber, die auf Media-Center-Software wie Kodi setzen, ist das aber ein Genickbruch.

 

Fazit: Andere Fire TV Sticks sind fast immer die bessere Wahl

Der neue Amazon Fire TV Stick 4K Select wirkt auf den ersten Blick wie ein guter Deal: 4K-Streaming für 54,99 Euro UVP oder sogar zum absoluten Schnäppchenpreis von 19,99 Euro, wie zum Beispiel kurz vor Weihnachten 2025. Beim genaueren Hinsehen werden aber die Kompromisse deutlich, die du eingehen musst, wenn der Select-Stick in deinem Wohnzimmer einzieht.

Es gibt zwei Modelle, die all diese Probleme nicht haben, da sie weiterhin auf Fire OS (Android) basieren und bessere Hardware bieten.

1. Der Preis-Leistungs-Tipp: Fire TV Stick 4K Plus (früher Fire TV Stick 4K)

Dieser Stick kostet nur 15 Euro (UVP) mehr als der Select, ist aber in jeder Hinsicht überlegen – und immer wieder mit 50 % Rabatt im Angebot zu haben:

  • ✅ Dolby Vision
  • ✅ 2 GB Arbeitsspeicher
  • ✅ Wi-Fi 6
  • ✅ Sideloading von Kodi und anderen Apps

👉 Preis des Fire TV Stick 4K Plus bei Amazon prüfen*

2. Die Profi-Wahl: Fire TV Stick 4K Max

Du willst Ruhe für die nächsten Jahre und das eine oder andere Extra? Dann greif zum Max:

  • 🚀 Schneller Chip mit 2,0 GHz
  • 🚀 Doppelter Speicher (16 GB statt 8 GB)
  • 🚀 Wi-Fi 6E
  • 🚀 Ambient TV

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FAQ

Warum sollte ich den Fire TV Stick 4K Select nicht kaufen?

Der Fire TV Stick 4K Select hat drei gravierende Nachteile: Er besitzt nur 1 GB Arbeitsspeicher (was ihn nicht zukunftssicher macht), unterstützt kein Dolby Vision und nutzt das neue Vega OS. Letzteres verhindert das Installieren von Android-Apps (Sideloading) komplett.

Funktioniert Kodi auf dem Fire TV Stick 4K Select?

Nein. Da der Fire TV Stick 4K Select auf dem Linux-basierten Vega OS läuft (statt Android), können keine APK-Dateien installiert werden.

Welche Alternative zum Fire TV Stick 4K Select ist besser?

Der Fire TV Stick 4K Plus oder der Fire TV Stick 4K Max sind die besseren Alternativen. Sie kosten oft nur ein paar Euro mehr, bieten aber 2 GB RAM, Dolby Vision Unterstützung und vollen Android-App-Support (Sideloading).

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