Der neue Fire TV Stick: Was können wir erwarten?

Der neue Fire TV Stick

Wenn sich alle Gerüchte und Hinweise der letzten Tage und Wochen bewahrheiten, dann wird Amazon ziemlich zeitnah einen neuen Fire TV Stick präsentieren. Ich gehe davon aus, dass man sich bei der Entwicklung vor allem auf die Leistung konzentriert hat, da das der Bereich ist, in dem der aktuelle Fire TV Stick langsam aber sicher an seine Grenzen kommt. Außerdem geben die FCC-Dokumente bereits einen Hinweis darauf, dass eine moderne WLAN-Technik mit an Bord sein wird. Auch beim Zubehör wird es wohl Veränderungen geben.

Prozessor und RAM

Mit großer Sicherheit wird der Fire TV Stick 2 einen schnelleren Chip als das Vorgängermodell mitbringen, da der aktuelle Fire TV Stick hier und da ganz schön ins Schwitzen kommt und seit Fire OS 5 oft keine runde, flüssige Nutzung mehr ermöglicht, auch wenn das Streaming selbst in Full HD-Qualität immer noch bestens läuft. Im Fire TV Stick steckt ein ARM Cortex A9 mit zwei Kernen und maximal 1,0 GHz Taktfrequenz. Gut möglich, dass der neue Fire TV Stick wie das Fire TV mit einem Quad Core-Prozessor ausgestattet wird. Ist das aus Kostengründen oder wegen der kompakten Abmessungen des Sticks nicht möglich, sollte zumindest durch eine modernere Architektur oder eine höhere Taktfrequenz spürbar mehr Leistung vorhanden sein. Auch eine Verdopplung des Arbeitsspeichers von einem Gigabyte auf zwei Gigabyte würde den kleinen Streaming-Stick bereichern.

Schnelles 802.11ac-WLAN

Die Dokumente bei der US-amerikanischen FCC verraten, dass der neue Fire TV Stick vermutlich die neue WLAN-Technik nach dem 802.11ac-Standard mitbringt. Während beim aktuellen Fire TV Stick lediglich die Nutzung von 802.11n-WLAN möglich ist, würde der ac-Standard eine höhere Datenübertragungsrate bieten, sofern man denn zu Hause einen passenden WLAN-Router bzw. Access Point im Betrieb hat. Die Nutzung des 5 GHz-Frequenzbandes bietet in dichtbesiedelten Gebieten weitere Vorteile. Gerade im Hinblick auf die Tatsache, dass man den Fire TV Stick nicht mit einem Kabel ins Internet bringen kann, ist das 802.11ac-WLAN eine gute Lösung für eine stabilere, schnellere Internetverbindung. Selbstverständlich wird der neue Fire TV Stick aber abwärtskompatibel sein und auch die weniger modernen WLAN-Standards weiterhin unterstützen.

4K Ultra HD

Ich gehe nicht davon aus, dass der neue Fire TV Stick Inhalte in 4K Ultra HD-Qualität an entsprechende TV-Geräte weiterreichen kann. Technisch wäre das sicher machbar, allerdings fehlt Amazon dann ein wichtiges Verkaufsargument für das Fire TV, das immerhin für einen wesentlich höheren Preis verkauft wird. Vielleicht überrascht Amazon mit dem neuen Fire TV Stick aber auch und bietet durch eine Unterstützung der 4K Ultra HD-Qualität ein passendes Gegenstück zum neuen Google Chromecast Ultra, der wohl Anfang Oktober vorgestellt wird und die gestochen scharfe Auflösung mit im Gepäck haben soll. Googles 4K-Chromecast wird mit rund 70 Euro aber wohl auch deutlich teurer als der neue Fire TV Stick sein.

Neue Sprachfernbedienung

Die Sprachsuche wurde von Amazon durch die Integration der Netflix-Inhalte deutlich aufgebohrt und auch die Sprachassistentin Alexa steht – und das munkelt man laut – kurz vor der Veröffentlichung in Deutschland. Da macht es Sinn, den neuen Fire TV Stick in Verbindung mit einer Sprachfernbedienung anzubieten. Einem Kunden in den USA soll der Amazon-Support eine neue Sprachfernbedienung mit „neuen Funktionen und einigen Modifikationen“ versprochen haben. Elias von aftvnews.com spekuliert unter anderem über einen Kopfhöreranschluss in der neuen Sprachfernbedienung, wie er auch im Fire TV Gamecontroller zu finden ist. Ob es auch weiterhin eine günstigere Variante ohne Sprachfernbedienung geben wird, bleibt offen.

Bluetooth 4.1

Der aktuelle Fire TV Stick beherrscht lediglich den betagten Bluetooth 3.0-Standard. Zeit für ein Update! Das Gerät, das bei der FCC getestet wurde, bringt Bluetooth 4.1 mit. Damit würde der kleine Stick zum großen Fire TV der 2. Generation aufschließen, das ebenfalls Bluetooth 4.1 unterstützt. Der energiesparende Anbindung von modernen Bluetooth-Headsets und ggf. auch einem neuen Gamecontroller steht damit dann nichts im Weg.

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