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Amazon soll künftig stärker auf eigene Chips für Fire TV, Echo und Kindle setzen

Amazon soll nach Analystenangaben bei künftigen Geräten stärker auf eigene Chips setzen. Bereits ab 2027 könnte das Unternehmen demnach schrittweise mehr Kontrolle über die Chip-Entwicklung übernehmen. Ein Grund ist das liebe Geld: Amazon will seine Nicht-KI-Geschäfte offenbar effizienter aufstellen.

Betroffen wären demnach Amazons eigene Consumer-Geräte, darunter die Fire TVs bzw. Fire TV Sticks, aber auch die hauseigene Hardware aus den Reihen Kindle, Echo, Blink und Ring. Was hinter dem Bericht steckt und warum der Vergleich mit Apple naheliegt, fassen wir hier zusammen.

Konkret schreibt Analyst Ming-Chi Kuo, dass Amazon ab 2027 schrittweise stärker auf ein COT-Modell setzen soll. Als Amazons exklusiver Partner für das Backend-Design und die nötigen Tests soll Alchip Technologies mit an Bord sein. Nach Abschluss der Umstellung schätzt Kuo die jährlichen Liefermengen von Amazons eigenen Prozessoren auf rund 40 Millionen Einheiten.

ℹ️ Kurz erklärt

COT steht in der Chipbranche üblicherweise für „Customer-Owned Tooling“. Gemeint ist vereinfacht gesagt der Weg, wie ein Chip entsteht: Ein Unternehmen übernimmt mehr Kontrolle über den Chipentwurf, statt nur fertige Standardprozessoren einzukaufen.

Der Ansatz erinnert in der Grundidee an Apple: mehr Kontrolle über die eigene Hardware. Apple setzt schon lange auf eigene Chip-Entwürfe. Beim ersten iPad kam 2010 der von Apple entwickelte A4 zum Einsatz, kurz darauf auch im iPhone 4.

Später übertrug Apple diesen Ansatz auch auf den Mac: 2020 kündigte das Unternehmen den Wechsel von Intel-Prozessoren zu Apple Silicon an und stellte mit dem M1 den ersten eigenen Mac-Chip auf ARM-Basis vor, der mit viel Leistung und einer hohen Energieeffizienz überzeugte.

Amazon nutzt bereits eigene Chips in Echo-Geräten

Dass Amazon eigene Chips in Endgeräten nutzt, ist nicht ganz neu. Bei den aktuellen Echo-Modellen nennt Amazon die selbst entwickelten Chips AZ3 und AZ3 Pro, die für Alexa+ und KI-Funktionen auf den Geräten ausgelegt sind.

Der Bericht passt zu Amazons allgemeiner Entwicklung hin zu mehr eigener Technik in den Geräten. Beim Fire TV setzt Amazon mit Vega sogar auf ein eigenes Betriebssystem. Der Fire TV Stick 4K Select und der neuen Fire TV Stick HD laufen mit Vega OS statt einer Android-Basis. Das hat für uns Endnutzer aber eher Nachteile als Vorteile. Eigene Hardware wäre noch einmal ein weiterer Schritt.

via aftvnews.com

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