Freevee: Amazon startet kostenlosen Streaming-Dienst in Deutschland

Amazons kostenloser Streaming-Dienst Freevee ist ab sofort auch in Deutschland verfügbar. Das ursprünglich in den USA unter dem Namen „IMDb TV“ gestartete Streaming-Angebot bringt Filme, Serien und lineare Live-TV-Inhalte kostenlos in die Wohnzimmer – im Gegenzug gibt es Werbung zu sehen. Eine Alternative nach der saftigen Preiserhöhung bei Amazon Prime? Hier sind die Details.

Nach den USA und Großbritannien ist Freevee, ehemals IMDb TV, jetzt auch in Deutschland verfügbar. Amazon hat damit ein zweites Streaming-Angebot gestartet, das gezielt als Ergänzung zum bekannten Dienst Amazon Prime Video platziert werden soll. Der Unterschied: Freevee zeigt Werbung und ist deshalb auch ohne Amazon-Prime-Mitgliedschaft kostenlos nutzbar. In Österreich soll es übrigens auch bald losgehen, einen konkreten Termin liefert Amazon aber bisher nicht.

Freevee in Deutschland: Diese Inhalte sind zum Start mit dabei

Freevee geht in Deutschland mit einem ähnlichen inhaltlichen Konzept an den Start. Es gibt eine Mischung aus Eigenproduktionen und eingekauften Lizenztiteln zu sehen.

Eines der Freevee Originals ist Bosch: Legacy, ein Ableger des bekannten Prime Originals Bosch. In wenigen Wochen kommt mit „Sprung“ ein weiteres Freevee Original von „My name is Earl“-Erfinder Greg Garcia dazu. Der eine oder andere Lizenzinhalt, der zum Start von Freevee in Deutschland abrufbar ist, kann sich durchaus sehen lassen – auch wenn es sich natürlich nicht um die neusten Kracher handelt. Mit dabei sind unter anderem die kompletten Serien Person of Interest, 2 Broke Girls und Penny Dreadful sowie die Filme The Founder, Nightcrawler und Colonia Dignidad.

Neben Filmen und Serien gibt es bei Freevee auch lineare Live-TV-Inhalte zu sehen: BBC Food, BBC Travel, BBC History, X-Factor: Das Unfassbare, FilmRise Serien, Craction TV und Ein Engel auf Erden sind zum Start mit dabei.

Deutsche Freevee Originals sind derzeit zwar noch nicht in Arbeit, für die Zukunft schließen die beiden Freevee-Macher Christian Hoeweler und Ryan Pirozzi das im Gespräch mit dem Medienmagazin DWDL.de aber nicht aus und bezeichnen deutsche Freevee Originals sogar als einen „sehr logischen Schritt“.

Einfachere Zugang im Web und über die Freevee App auf dem Amazon Fire TV Stick

Freewave ist in Deutschland einfach im Browser erreichbar – direkt auf der Amazon-Webseite. Auf dem Amazon Fire TV Stick hat Amazon Freevee eine eigene App spendiert. Die Freevee App soll zwar laut Pressemitteilung erst „in den kommenden Tagen“ starten, auf meinem Amazon Fire Stick 4K wurde die App aber bereits automatisch installiert und ist über die App-Übersicht erreichbar. In der Freevee App können Fire-TV-Nutzer dann in Ruhe die Freevee-Inhalte durchstöbern ohne von Prime- oder sogar Kauf-Inhalten abgelenkt zu werden.

Freevee: Amazon startet kostenlosen Streaming-Dienst in Deutschland - Die Freevee App auf dem Amazon Fire TV Stick
Die Freevee App auf dem Amazon Fire TV Stick

Zusätzlich sind die kostenlosen Freevee-Inhalte auch in der neu gestalteten Prime Video App erreichbar. Dort hat Amazon dem neuen Streaming-Angebot direkt auf der Startseite eine eigene Reihe spendiert. Damit es keine Verwechslungen gibt, sind alle Freevee-Serien und -Filme klar und deutlich mit dem Hinweis „Kostenlos mit Werbung“ versehen. Auf dem Smartphone, dem Tablet und anderen Geräten wird Freevee übrigens ebenfalls vorerst einfach in die Prime Video App integriert und anders als auf den Fire-TV-Geräten nicht über eine eigene App realisiert.

Freevee: Amazon startet kostenlosen Streaming-Dienst in Deutschland
Klar markiert: Freevee-Inhalt in der neu gestalteten Prime Video App

Bis zu neun Minuten Werbung pro Stunde

Freevee ist im Gegenzug zu Amazon Prime Video kostenlos und auch ohne Amazon-Prime-Mitgliedschaft nutzbar. Im Gegenzug gibt es mit Freevee ein Comeback der Werbung. Wer sich etwas bei Amazon Freevee ansieht, bekommt Mid-Roll-Werbung präsentiert – also klassische Werbespots mitten im Programm. Allerdings sollen die Spots „gezielt platziert“ werden und nicht etwa mitten in einer spannenden Szene starten. Die Chefs versprechen, dass es nicht mehr als neun Minuten Werbung pro Stunde zu sehen geben wird. Zum Vergleich: Das klassische Fernsehen darf in Deutschland maximal zwölf Minuten Werbung pro Stunde ausstrahlen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.